Polizist und begeisterter Trompeter


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Thomas Kellermann


Stein – (el) Irgendwann bekommt nahezu jedes Kind eine Blockflöte von den Eltern geschenkt. Bei vielen Jugendlichen liegt die Flöte aber nach einiger Zeit und mehr oder minder gut gespielten Liedern nur noch im Schrank. Nicht so bei Thomas Kellermann. Er bekam Flötenunterricht und trat auf Anraten der Eltern mit 11 Jahren in die gerade gegründete Stadtjugendkapelle Stein ein.
Dort stieg er von der Flöte auf das Instrument Trompete um. In diesem Jahr feiert er mit dem mittlerweile in Symphonisches Jugendblasorchester umbenannten Ensemble 45-jähriges Jubiläum.
Der Eintritt in das Jugendblasorchester erwies sich nicht nur auf musikalischer Ebene als eine wunderbare Entscheidung für Thomas Kellermann, sondern auch in privater Hinsicht. Er lernte dort seine Frau Sabine kennen, mit der er seitdem glücklich verheiratet ist. Gemeinsam mit der Saxophonspielerin bringt er im Bekanntenkreis so manches Ständchen bei Geburtstagen oder Hochzeitsfeiern dar.
In der Orchestergemeinschaft habe er schon viele Freunde gefunden, u. a. Bürgermeister Kurt Krömer, der dort 30 Jahre lang als Schlagzeuger und Hornist mitgewirkt habe, erzählt der Musiker. Schöne Erinnerungen verbinde er mit gemeinsamen Konzertreisen und Musikwettbewerben, die nach Ungarn, Österreich und Riva del Garda führten.
Seit 2010 ist Thomas Kellermann zudem 1. Vorstand des „Fördervereins Jugendblasorchester der Stadt Stein e.V.“ , dessen akquisitorische und organisatorische Arbeit 2013 mit dem Kulturpreis der Stadt Stein gewürdigt wurde. Für den im Schichtdienst tätigen Polizeibeamten bedeutet das ehrenamtliche Engagement eine Menge Arbeit neben dem Beruf und dem Trompetenspiel. Da bleibe manchmal nicht viel Zeit zum Üben, meint er.
Dem Symphonischen Jugendblasorchester werde er so lange treu bleiben, wie es ihm sein Können auf dem Instrument erlaube. Das Hobby werde aber immer Teil seines Lebens bleiben, versichert der Polizist und Trompeter.