Pfarrer Markus Broska von der evangelisch-lutherischen Kichengemeinde St. Wolfgang in Puschendorf


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Pfarrer Markus Broska


Blauer Kurier: Herr Broska, sagen Sie uns doch kurz etwas über Ihren Werdegang!

Markus Broska: Meine Familie ist nach Puschendorf gezogen, als ich sieben Jahre alt war, habe hier bis zum Abitur meine Kindheit und Jugend verbracht, danach in Neuendettelsau und Erlangen Theologie studiert, war Vikar bei Kulmbach, war 18 Jahre lang Pfarrer in Lichtenberg im Frankenwald und bin danach nach Puschendorf zurückgekommen.

Blauer Kurier: Welche Motive waren für Ihre Berufswahl ausschlaggebend?

Markus Broska: Meine erste Erinnerung in religiöser Hinsicht ist der Kindergottesdienst von Schwester Maria Kolb im Gemeindehaus. Ein entscheidendes Erlebnis war auch die Konfirmandenfreizeit. Danach hatten wir einen Jugendbibelkreis, der abwechselnd bei Pfarrer Roy im Pfarrhaus und im Wohnzimmer von Diakonie-Rektor Wild stattfand. Es gab eine lebendige Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Diakoniegemeinschaft. Ich war dann in der Jugendarbeit sehr aktiv, war als Rhythmus Gitarrist Mitglied einer christlichen Band, die überregional fast jedes Wochenende unterwegs war, sie hieß: „At Light“, wir haben damals auch eine Schallplatte aufgenommen: „Grünes Land“. Auf ihr haben wir nur eigene Lieder mit eigenen Texten veröffentlicht und waren in musikalischer Verkündigung unterwegs. Mit der Zeit ist dann der Wunsch entstanden, diesen Weg auch beruflich weiterzugehen.

Blauer Kurier: In Ihren Predigten kommen manchmal anschauliche, historische Details vor.
Ist Geschichte Ihr Hobby?

Markus Broska: Ja, Geschichte interessiert mich, weil der geschichtliche Zusammenhang oft die Glaubwürdigkeit der Bibeltexte zeigt. Es gibt in der Bibel einen roten Faden, der dazu ermutigt, die Bibel als Einheit zu lesen, denn erst durch das Alte Testament kann man das Neue richtig verstehen und erfassen, dass Gottes Wort etwas Zuverlässiges ist:
Wenn Gott damals gehandelt hat, kann er es auch noch heute tun.

Blauer Kurier: Welche Schwerpunkte Ihrer Arbeit sehen Sie verstärkt in den nächsten Jahren?

Markus Broska: Ich freue mich, dass wir hier viele, engagierte Mitarbeiter haben, das ist ein großer Reichtum. Ich möchte vorhandene Mitarbeiter fördern und neue dazugewinnen.

Blauer Kurier: Wie schaffen Sie es, im turbulenten Gemeindeleben Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen?

Markus Broska: Ich habe nur einen Terminkalender, in den ich berufliche und private Termine eintrage, die dann auch eingehalten werden. Zum Glück wird hier in Puschendorf der freie Tag des Pfarrers, der Montag, respektiert. Durch die Mitarbeiter habe ich manche Freiräume, außerdem mache ich mit meiner Familie regelmäßig Urlaub, z.B. auf Schloss Klaus in Niederösterreich, wo meine Frau und ich uns kennengelernt haben.

Blauer Kurier: Danke für das informative Gespräch!