Im Gespräch mit Schulleiter Hans-Georg Schulz


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Zirndorf – (el) Nach 16-jähriger Lehrtätigkeit an der Hauptschule Cadolzburg wurde H.-G. Schulz 1992 Konrektor und 2003 Rektor der Grundschule 1 in Zirndorf. Anfang August steht nun der Schritt in den wohlverdienten Ruhestand bevor.
Blauer Kurier: Wie viele Kinder besuchen die Grundschule 1?
H.-G. Schulz: Als ich die Schulleitung übernahm, besuchten etwa 340 Kinder die Schule. Inzwischen haben wir 20 Klassen mit 480 Schülern und im nächsten Schuljahr werden es ca. 500 Kinder sein. Beide Schulhäuser, Geisleithen- und Mühlstr., sind damit voll belegt.
Blauer Kurier: Welche Projekte fielen in die Zeit Ihrer Schulleitung?
H.-G. Schulz: Wichtige Schritte für die Schulentwicklung waren die Fertigstellung des neuen Gebäudes an der Geisleithenstr. im Jahr 2006, die Eröffnung der neuen Sporthalle an der Mühlstr. 2011 und die Einrichtung eines gebundenen Ganztagszugs 2014. Besonders freue ich mich über eine Übergangsklasse, in der seit September letzten Jahres der deutschen Sprache noch nicht mächtige Kinder gesondert unterrichtet werden, bis sie in Regelklassen eingegliedert werden können.
Blauer Kurier: Wie sehen Sie die gesellschaftlichen Veränderungen und deren Auswirkungen auf das Schulsystem?
H.-G. Schulz: An den Grundschulen sind natürlich gesellschaftliche Veränderungen sehr früh zu spüren. Aber diese zu berücksichtigen gehört zu den Aufgaben von Schulen und Lehrern. Eine wichtige Rolle spielt heute die Ganztagsbetreuung. Ihr Bedarf nimmt weiter zu. Bedingt durch die verschiedenen Lebens- und Berufskonstellationen in den Familien bringen die Kinder auch sehr unterschiedliche Voraussetzungen in die Schule mit. Wir Lehrer versuchen, dieses Problem bestmöglich zu lösen. Eine positive Entwicklung ist die inzwischen hohe Präsenz von Vätern bei Elternsprechstunden oder Infoabenden.
Blauer Kurier: Welche Erinnerungen an Ihre Schulleiterzeit behalten Sie gerne?
H.-G. Schulz: Ich werde die Fröhlichkeit und Kreativität der Kinder nicht vergessen. Es war schön, ihre positive Weiterentwicklung mitverfolgen zu können. Ein kompetentes Lehrerkollegium stand mir immer hilfreich zur Seite. Auch das Verhältnis zu den Eltern war gut und für die Umsetzung von Schulprojekten konnte ich mich auf die Unterstützung der Stadt Zirndorf verlassen.
Blauer Kurier: Gehen Sie mit etwas Wehmut in den Ruhestand und wie wird dieser aussehen?
H.-G. Schulz: Meine Tätigkeit als Lehrer und Schulleiter hat mir immer große Freude bereitet. Aber der Zeitpunkt, die Verantwortung in andere Hände zu legen, ist nun einfach da und gut so. Vorerst habe ich noch keine größeren Pläne für das Rentendasein. Aber meine Familie, 3 Enkelkinder und vielseitige Interessen werden dafür sorgen, dass auch im Ruhestand keine Langeweile aufkommen wird.
Blauer Kurier: Wir wünschen Ihnen viele frohe Stunden für die Zeit „danach“.