Die Altneihauser in Dietenhofen April 2016






Kulturreihe Dietenhofen lud die Altneihauser Feierwehrkapelln zum Auftritt ein.

Gustav Graf, Chef der Kulturreihe Dietenhofen eröffnete das Konzert mit den wichtigen Hinweisen, dass man etwas Geld übrig hatte, für die Oberpfalz und die Altneihauser Feierwehrkapelln und den Mannen somit zu einem Auftritt verhelfen konnte. Die Truppe hat es „aktuell schwer“ in Franken einen Auftritt zu bekommen, weil sie frech und schonungslos auftreten und den Franken nichts Gutes nachsagen. Dabei ließen sich die Dietenhofener sich in Sachen „Gastfreundschaft“ wirklich gar nichts vorwerfen und mehr als 800 zahlende Gäste folgten der Einladung der Kulturreihe.
Dabei schonte Kommandant Norbert Neugirg (Nachname kommt von NEUGIERIG und schreibt sich in der Oberpfalz so) die Zuschauer schon in der Begrüßungsrede nicht, als er die GROSSHABERSDORFER herzlich willkommen hieß und froh war, dass er nicht in der Tundra Dietenhofens auftreten musste. Ein Oberpfälzer Spässle, dass dann doch korrigiert wurde und er sich spontan erklärte, wie wohl er sich in DIETENHOFEN fühlt, während in Großhabersdorf die Autofahrer die Lichter ausmachen um das „ELEND“ nicht zu sehen. Übrigens viele Musiker hatten irgendwie Verwandschaft in Großhabersdorf, vor allem der Trommler, der mit seiner Trommel während des Abends in der Platzierung seine Probleme hatte, aber diese grandios meistern konnte – zum Gelächter des Publikums. Aber auch Gäste aus Sachsen, Hessen und Schwaben hatten es schwer und auch die Begrüßung der Ehrengäste ging nicht ohne den herzlichen Spott der Oberpfälzer ab.

Die auf Oberpfälzer „Zeugl“ Bier schwörende Truppe, kann nach wie vor dem Frankenwein wenig abgewinnen, was Sie musikalisch perfekt erklärten und auf Notarzt und Priester verwiesen, die hilfreich sein könnten. Ihre Liebe zur Heimat erzählten Sie mit dem Lied von „In der Lou“ und dem Jäger. So erinnerte sich die Truppe daran, dass einst ein Fremder aus Sansibar sich dort verirrte und mit Curry handelte um Rehfleisch zu bekommen. Er benötigte immer „Me(h)r-Curry“ , um mehr Fleisch zu erhandeln und somit wurde Ihr Lied von der „Louh“ weltberühmt als der Mann aus Sansibar alias „Freddy Mercury“ in Amerika auf die Queens traf.
Auch „lokalpolitische brisante Themen“, wie u.a. Schlaglöcher auf den Straßen und die immer leerer werdende Herbststraße wurden genauso präsentiert, wie die Tatsache, dass in den vielen kleinen Dörfern der Gemeine die Uhren anders laufen und noch Spenden für die DDR verschickt werden. Bürgermeister Erdel und Altbürgermeister Henninger wurden ebenso wenig geschont.

Das gute zum Schluss, man will erst wiederkehren, wenn die jetzige Turnhalle im aktuellen Topzustand zur Sanierung ansteht. Aber vielleicht klappt es ja, wenn die Straßen saniert sind.
„Versöhnlich“ war der Abgang am Ende mit dem musikalischen Auszug durch den Saal, der auch im Foyer sich mit der einigen weiteren musikalischen Highlights zeigte. Man könnte Sie mögen, wären Sie nicht aus der Oberpfalz. Eine großartige Leistung des Helferteams der Kulturreihe Dietenhofen, die herzlich und perfekt den Abend mit dem Besten Service unterstützten.

Lieber Norbert Neugirg wie besprochen – wir vom Blauen Kurier sind neugierig – welcher Kommentar auf unseren Bericht aus der Oberpfalz folgen wird!


Mit freundlicher Unterstützung der Kulturreihe / Josef Scherm / Fotograf