Helmuth Karasek - Das find ich aber gar nicht komisch!






Ein Abend mit Hellmuth Karasek - Do. 23.04.2015


Herr Karasek, soll das ein Witz sein? Sie haben zwei Bücher über Witze geschrieben. Wird man im Alter lustiger?

Im Alter wird man zwangsläufig lustiger, es bleibt einem nichts anderes übrig. Denn wie sonst sollte man auf das Alter reagieren, mit heilendem Elend?

Ihr Buch „Soll das ein Witz sein“ haben Sie Ende 2013 veröffentlicht und stand monatelang auf den Bestsellerlisten. Wie kamen Sie darauf ein Buch über Witze zu schreiben?

Um ehrlich zu sein, nicht ich bin darauf gekommen, sondern mein Verleger Lothar Menne. Der gründete damals im Lübbe-Verband einen neuen Verlag „Quadriga“ und bat mich, ob ich nicht vielleicht ein Buch über Witze für ihn schreiben wolle (ich hatte mit Hirschhausen schon gemeinsame Witzeabende gemacht). So ist das Buch entstanden.

Ihr neues Buch trägt den Titel „Das find ich aber gar nicht komisch!“. Was finden Sie denn so richtig komisch?

Die Antwort ist ganz einfach: Richtig komisch finde ich, worüber meine Zuhörer kräftig lachen! Der Titel spielt darauf an, dass man Witze auch am falschen Ort zur falschen Zeit erzählen kann, nach dem Motto: Im Haus des Gehenkten spricht man nicht vom Strick.
Im Vorwort zum neuen Buch erkläre ich den Titel durch die folgende Witzgeschichte:
In einer Abendgesellschaft erzählt ein junger Mann einen Witz über einen Elefanten, der durstig zum Nil gelangt und endlich trinken kann, nachdem er lange durch die Hitze gelaufen ist. Er tunkt seinen Rüssel ins Wasser, will sich das Wasser in den Mund schaufeln, da taucht ein Krokodil auf, schnappt nach dem Rüssel, beißt ihn ab und lacht höhnisch und laut „Ha ha ha ha!“
Da sagt der arme Elefant ohne Rüssel: „Daf find iff aber gar nift komiff!“
Als er kurz vor der Pointe ist, fällt dem unbedachten jungen Mann fast zu spät, aber siedendheiß ein: Um Gotteswillen, der Gastgeber hat denselben Sprachfehler wie der Elefant im Witz, nachdem ihm der Rüssel abgebissen wurde. Er ist also schon an der Stelle, als das Krokodil den Rüssel abgebissen hat und höhnisch lacht. Wie den rüssellosen Sprachfehler nicht wiederholen und doch noch die Kurve kriegen? Und so erzählt er: Das Krokodil lacht „Ha ha ha!“ und der Elefant ohne Rüssel läuft und läuft und läuft.
Darauf der Gastgeber mit dem Sprachfehler: „Daf find iff aber gar nift komiff.“


Die Frage warum und vor allem wie man einen Witz erzählt, wird von Ihnen im neuen Buch beantwortet. Lassen Sie uns nicht so zappeln... Warum erzählen wir Menschen uns denn Witze?

Auch dazu möchte ich mit einem Witz antworten, mit einem jüdischen, und der geht so:
Treffen sich zwei Juden, sagt der eine: „Warum beantworten wir Juden immer jede Frage mit einer Gegenfrage?“ Sagt der andere: „Warum nicht?“

Verraten Sie uns zum Schluss noch Ihren witzigsten Lieblingsfilm?

Ich glaube, immer noch und unschlagbar auf der Liste: „Manche mögen’s heiß“ mit Marilyn Monroe, Jack Lemmon und Tony Curtis.





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