Reise einer Delegation aus Markt Erlbach nach Panazol / Limousin vom 7. bis 11. Juni




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Zweck der Reise war, noch einmal den Abschluss des Partnerschaftsvertrages in Panazol zu feiern, nachdem dieser ein Jahr zuvor in Markt Erlbach besiegelt worden war. Diesmal bei bestem Sommerwetter!
Angemeldet hatten sich 69 Teilnehmer, davon 11 Jugendliche unter 25 Jahren. Um Familien mit Kindern und Jugendlichen die Teilnahme zu ermöglichen, war der Termin ganz bewusst auf die Pfingstferien gelegt worden. Für den 6-tägigen Aufenthalt hatte sich Panazol ein tolles Programm einfallen lassen, das für alle Altersgruppen etwas zu bieten hatte.


Freitag, 06.06.2014
Um 22 Uhr machte sich der Bus auf den Weg Richtung Panazol. 10 Teilnehmer, die die Einladung nach Panazol zu einem längeren Aufenthalt im Limousin nutzen wollten, reisten mit Privat-PKW an. Mit von der Partie waren außerdem 2 Motorradfahrer, die am Sonntag zur offiziellen Feier eintrafen und das Limousin nach wertvollen Tipps von Fritz Körber auf eigene Faust erkundeten.

Samstag, 07.06.2014
Aufgrund der gut verlaufenen Hinfahrt konnte vor der Ankunft in Panazol noch ein Besuch in Oradour eingeplant. Der Vorschlag kam von Fritz Körber, der mit dem Markt Erlbacher Bus zu offiziellen Terminen ins Limousin gereist war und sich als ehemaliger Bezirksrat Mittelfrankens sehr stark für die deutsch-französische Versöhnung eingesetzt hatte. Gerne übernahm er die Führung durch das Dorf, das 1944 von den Nazi völlig zerstört wurde und heute ein Museum ist.
Am Abend des Ankunftstags, an dem soeben das jährlich stattfindende Radrennen La Limousine mit 1200 Teilnehmern zu Ende gegangen war, wurde der Besuch aus Mittelfranken offiziell durch Bürgermeister Jean-Paul Duret und den Vorsitzenden des Panazoler Fahrradclubs La Limousine Cyclo, Christian Desmoulin, willkommen geheißen. Dieser überreichte dem passionierten Radfahrer Fritz Körber das gelbe Trikot in der Hoffnung auf dessen siegreiche Teilnahme im nächsten Jahr. Die offiziellen Vertreter der fränkischen Partnergemeinde erhielten eine Flasche Champagner sowie eine Panazol-Tasche. Anschließend gab es im Zelt, das vor dem Rathaus für das Radrennen aufgebaut worden war, ein Abendessen für die Hotelgäste. Die anderen Gäste wurden von den Gastfamilien verpflegt.

Sonntag, 08.06.2014
Am darauffolgenden Pfingstsonntag war zunächst ein Besuch des Panazoler Sonntagsmarkt vorgesehen, wo sich die Markt Erlbacher Besucher an den dargebotenen Produkten erfreuten und sich angesichts des herrlichen Sommerwetters unter anderem mit Sonnenhüten eindeckten.
Nach der Pflanzung eines Tulpenbaumes eingedenk des einjährigen Partnerschaftsjubiläums in dem schönen Schlosspark Beausserie hinter dem Panazoler Rathaus zog die Abordnung, angeführt von der Folkloregruppe Eglantino, über den gesamten Markt zur Sporthalle Guillemot, wo die offizielle Feier und Vertragsunterzeichnung stattfand. Nach musikalischen Darbietungen durch die Jugend-Jazz-Combo der Panazoler Musikschule, den Leiter der Musikschule William Bensimhon mit seiner Frau am Klavier sowie einer extra für den Anlass der Reise gegründeten Markt Erlbacher Volksmusikgruppe freute sich Bürgermeister Jean-Paul Duret, den beiden Gründungsväter der Partnerschaft, Gerhard Wagner, Vorsitzender des Heimatvereins Markt Erlbach, sowie Henri Labrune, Leiter der Folkloregruppe Eglantino, die Ehrenmedaille der Stadt Panazol überreichen zu dürfen. Die 1. Bürgermeisterin Markt Erlbachs, Dr. Birgit Kreß, lobte anschließend in ihrer Rede die schnell wachsende und lebendige Beziehung zwischen den beiden Partnerstädten und verlieh ihrer Hoffnung Ausdruck, der Partnerschaft möge nie die Luft ausgehen. Symbolisch überreichte sie eine Fahrradpumpe, verziert mit den Wappen der beiden Partnerstädte, und hängte Bürgemeister Duret als Zeichen der Freundschaft ein großes Lebkuchenherz um den Hals, ebenso erhielten auch die Stadträte und Gastfamilien kleine Lebkuchenherzen, die der Markt Erlbacher Bäcker Robert Schindler extra für diesen Besuch gefertigt hat. Bürgermeister Jean-Paul Duret rief in seiner Rede dazu auf, im Rahmen der Partnerschaft für Frieden, Solidarität und Demokratie in Europa einzutreten und unseren Kindern eine gesicherte Zukunft zu bereiten. Anschließend übergab er Bürgermeisterin Dr. Kreß ein Kunstobjekt aus Porzellan, das mit dem Apfel und der Feder als Symbol des Limousin verziert war.
Anschließend wurde zum Büffet mit Spezialitäten aus dem Limousin geladen, zu dem die Franken einen Riesenlaib Bauernbrot vom Markt Erlbacher Bäcker und fränkisches Bier beisteuerten. Außerdem hatten die Markt Erlbacher ihren besten Bratwurstbräter Michel Stumpf mitgebracht, der die Bratwürste vor Ort frisch zubereitete und grillte.
Am Nachmittag stand dann noch ein Ausflug in das Naherholungsgebiet Lac de Vassivière auf dem Programm, wo sich die ganz Mutigen im kühlen Nass erfrischen konnten.

Montag, 09.06.2014
Pfingstmontag sah das Programm eine Wanderung durch das wunderschöne Vienne-und Auzette-Tal vor. Am Zielpunkt überraschte die Küchenmannschaft mit Chefkoch Christian Boadas – an ihrem eigentlich arbeitsfreien Tag – die Wanderer im Parc Morpiènas unter schattigen Bäumen mit einem überaus reichhaltigen Büffet, bestehend aus verschiedenen Limousiner Wurst- und Fleischspezialitäten, diversen Salaten sowie Süßspeisen und Käsehäppchen, frischen Kirschen und Erdbeeren zum Dessert. Die Besucher aus Franken waren von diesem Büffet so überwältigt, dass sie dem Küchenteam am Abschiedsabend zum Dank einen Essensgutschein überreichten. Zum Ausklang dieses gelungenen Tages gab es noch einen kurzen Ausflug in das Kathedralenviertel von Limoges mit Besuch des Maison des Compagnons (Museum der wandernden Handwerkergesellen).

Dienstag, 10.06.2014
Der letzte Tag schließlich sah den Besuch des Four des Casseaux, dem ältesten Porzellanbrennofens Limoges, vor. Danach gab es eine Rundfahrt durch Limoges mit dem Stadtbähnchen, während die offiziellen Gemeindevertreter Markt Erlbachs von Bürgermeister Jean-Paul Duret zum Mittagessen nach Panazol geladen waren, wo wiederum von Christian Boadas ein hervorragendes 3-gängiges Menü serviert wurde. Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß freute sich besonders, dass von den Markt Erlbacher Gemeinderäten aus fast allen Fraktionen Vertreter mit nach Panazol gekommen sind: die Gemeinderätinnen Edith Bayersdorfer, Julia Ebersberger und Sonja Enkert sowie Gemeinderat Franz Kirchdörfer.
Der Nachmittag stand zur freien Verfügung, an dem die Reiseteilnehmer Gelegenheit hatten, Porzellan und andere Souvenirs einzukaufen.
Wieder in Panazol, wurde das Schild vor dem Rathaus mit den Wegweisern in die beiden Partnerstädte Picanya und Markt Erlbach zu den Klängen der französischen Nationalhymne offiziell eingeweiht und enthüllt.
Der Abschiedsabend mit einem Kurzfilm über die bisherigen Partnerschaftsbegegnungen, Musik- und Tanzdarbietungen sowie einem bunten Büffet, das von den Komitee-Mitgliedern zusammengestellt worden war, bildeten den Abschluss dieser Reise.

Mittwoch, 11.06.2014
Am nächsten Tag um 8 Uhr wurde dann schweren Herzens die Heimreise angetreten, mit Ausnahme von 4 Mitgliedern. Diese reisten am Freitag, den 13.06. mit dem Partnerschaftskomitee Panazol noch einmal über 1000 km weiter in die spanische Partnerstadt Panazols, Picanya. Ziel war ein erstes Zusammentreffen der drei Partnerstädte sowie eine erste gemeinsame Aktivität im Rahmen der Beteiligung an einer Gewerbeschau in Picanya.

Fazit:
Die Markt Erlbacher Reisegruppe einschließlich der Kinder hatte sehr schnell zusammengefunden. Auch der Kontakt zu den Panazoler Partnern war in kürzester Zeit hergestellt. Alte Bekanntschaften konnten vertieft, neue geschlossen werden.
Das Besuchsprogramm fand höchstes Lob bei allen Beteiligten. Es bot Raum für neue Entdeckungen, aber auch für einen lebendigen Austausch zwischen den Teilnehmern. Die Reise konnte zudem dazu genutzt werden, der in Ausbildung befindlichen jungen Erzieherin Debora Stellwag ein Praktikum für den Monat August zu vermitteln. Mit dem Europa-Haus Limoges und einer Vertreterin der Europa-Union, die sich unter den Markt Erlbachern befand, fand eine Besprechung im Hinblick auf eine mögliche künftige Zusammenarbeit bei Projekten auf europäischer Ebene statt. Claudia Hartlehnert, angehende Französischlehrerin und ehemalige Lehramtsassistentin in Tulle, nahm zusammen mit Fritz Körber an einer offiziellen Veranstaltung in Tulle statt, wo sie dem französischen Staatspräsidenten, François Hollande, die Hand schütteln durfte.
Sowohl von fränkischer Seite als auch von französischer Seite wurde diese Begegnung ausnahmslos als sehr intensiv erlebt und wird allen in unvergesslicher Erinnerung bleiben.

Markt Erlbach, den 24.06.014
Birgit Fleischmann / 1. Vors. Freunde Panazols



Ich möchte ganz besonders die Leistung unseres örtlichen Freundschaftsvereins "Freunde Panazols" unter Ihrer 1. Vorsitzenden Birgit Fleischmann, hervorheben und loben! Es ist wirklich beachtlich und anerkennenswert, was hier in kurzer Zeit auf die Beine gestellt wurde! Seit der Vereinsgründung ist die Mitgliederzahl auf über 100 angestiegen und die Aktivitäten und Ideen der Vorstandschaft sind unerschöpflich! Alle Hochachtung!
Birgit Kreß
Erste Bürgermeisterin




Ansprache an alle Gäste anlässlich der Unterzeichnung der Städtepartnerschaft zwischen Panazol / Limousin und dem Markt Markt Erlbach
am 8.6.2014 in Panazol


Sehr geehrter Herr Bürgermeister, lieber Kollege Jean-Paul Duret,
sehr geehrte Stadträte und -rätinnen, aus Panazol und Markt Erlbach,


Sehr geehrte Vorsitzende der Partnerschaftskomitees, Jean-Marc Bellezane und Birgit Fleischmann,
liebe Panazoler,
sehr geehrte Ehrengäste aus dem Bezirk,
sehr sehr geehrter Herr Körber,

ich erinnere mich heute an meine ersten Eindrücke von Panazol, als ich im September 2011 das erste Mal hier war: Ich war sehr beeindruckt von den vielen Einrichtungen und Freizeitmöglichkeiten, die die Stadt Panazol ihren Bürgerinnen und Bürgern bietet und dem offensichtlichen Wohlstand der Stadt und habe meinem Kollegen, Jean-Paul Duret, gesagt: "Hier kann Markt Erlbach nicht mithalten". Er meinte nur: Gerade die Gegensätze wären doch das spannende und der eine könne vom anderen lernen und wir könnten uns ergänzen.

Dem tragen wir heute Rechnung: Wir haben zumindest das gute Wetter zur Vertragsunterzeichung mit nach Panazol gebracht! Das schlechte hatten wir ja schon! Soviel zu den Gegensätzen oder zum Ausgleich.

Wir freuen uns sehr, dass wir an diesem schönen Pfingstwochenende und anlässlich des großen Radrennens in unserer neuen Partnerstadt Panazol sein können um die offizielle Vertragsunterzeichnung hier noch einmal zelebrieren zu können.
Liebe Panazoler, auch aus Markt Erlbach ist eine Abordnung mit 60 Gästen zu Euch gekommen, dabei sind wir nur halb so groß wie ihr!

Es ist wunderbar zu sehen und zu erleben, wie unsere Freundschaft in den letzten Jahren gewachsen ist, welche Aktivitäten das Partnerschaftskomitee in Pananzol und die Freunde Panazols in Markt Erlbach entwickeln und wie rege unser Kontakt ist.

Mit dem Festakt heute wollen wir unsere Freundschaft und Verbundenheit auch für die Bürgerinnen und Bürger in Panazol offiziell bekunden und festigen.
Ich danke Ihnen, sehr geehrter Herr Kollege und Ihrem Team, vor allem dem Partnerschaftskomitee, für den wunderbaren Empfang und all die Aufwartung, die Sie uns zuteil werden lassen. Wir fühlen uns sehr wohl - für mich ist es schon fast so, wie zuhause! Für mich ist es ja schon der dritte Besuch und ich hoffe dass die Begeisterung, die ich für Panazol bereits vor 3 Jahren empfunden habe, auch auf alle Markt Erlbacher übergreift und der Enthusiasmus, den wir Insider für unsere Partnerschaft empfinden, auch andere ansteckt!

Damit unserer Freundschaft nie die "Luft" ausgeht, haben wir auch ein passendes Geschenk mitgebracht:
Die Luftpumpe "Kompressor" - nicht nur für das aktuelle Radrennen:
Dies Luftpumpe soll nicht nur in Fahrrädern für den richtigen Druck sorgen, sie soll für den leichten "Lauf" sorgen - auch den unserer Partnerschaft; sie ist immer einsetzbar, leicht zu bedienen und gut ablesbar und passt für alle Ventile.
D. h. im übertragenen Sinne, unsere Partnerschaft soll nicht wie ein platter Reifen daherkommen, sondern mit dem richtigen "Luftdruck" geschmeidig laufen. D. h. uns soll auf keinen Fall die Luft ausgehen!
Unsere Verbindung soll Austausch und Freundschaft für alle unsere Bürgerinnen und Bürger bieten, ob Jung oder Alt, ob Klein oder Groß! Wir wollen offen und leicht zugänglich sein für die Wünsche unserer beiden Städte und unser Umgang soll unkompliziert und unbürokratisch sein! Für all das soll dieser "Handkompressor" stehen! Wir haben ihn mit unserer beider Wappen verziert!

Und als Symbol für unsere Freundschaft schenken wir Euch unsere Herzen!





Dr. Birgit Kreß
Erste Bürgermeisterin
Juni 2014